Traditionelle Chinesische Medizin

HEILPRAKTIKER MARCUS WOLF
PRAXIS FÜR TRADITIONELLE CHINESISCHE MEDIZIN, JAPANISCHE AKUPUNKTUR UND MANUALTHERAPIE
Traditionelle Chinesische Medizin - TCM
 
 
KRÄUTERTHERAPIE
Die Kräutertherapie ist eine der wichtigsten Säulen der Traditionellen Chinesischen Medizin und in China mit Abstand die am weitesten verbreitete Therapieform.
 
Li Shi Zhen (siehe Foto, botanische Garten in Hangzhou) beschrieb im 16. Jahrhundert in seinem berühmten Werk Ben Cao Gang Mu über 1892 verschiedene Substanzen und deren exakte Wirkung auf den menschlichen Organismus.
 
Traditionell werden die Heilmittel in Präparate pflanzlichen, mineralischen und tierischen Ursprungs eingeteilt. Heilmittel pflanzlichen Ursprungs bilden hierbei den weitaus größten Anteil, wobei Wurzeln, Blüten, Blätter, Samen und Früchte der Heilpflanzen benutzt werden. Aus ethischen Gründen verwende ich keine Heilmittel tierischen Ursprungs in meiner Praxis.
 
Bei Bedarf werden Chinesische Kräuterrezepturen in Form von Granulaten, Tabletten, Kapseln und hydrophilen Konzentraten verordnet. Hierzu erhält der Patient entsprechend detaillierte Anweisungen bezüglich Dosierung und Einnahmezeit. Im Gegensatz zu den zum Teil sehr herb schmeckenden Dekokten (ca. 40 minütige Abkochungen) sind die gebrauchsfertigen hydrophilen Konzentraten wesentlich angenehmer im Geschmack und dadurch beonders für Kinder und empfindsame Gaumen geeignet.
 
Selbstverständlich garantieren die Kräuterversande durch strenge Qualitätskontrollen für die Reinheit der Präparate, welche regelmäßig von unabhängigen Laboratorien auf Kontamination mit Schwermetalen, Alfatoxinen, Pestiziden sowie auf Verunreinigungen und mikrobiologische Belastungen geprüft und in Analysezertifikaten dokumentiert werden.
                                                                                                                                                    Li Shi Zhen, botanische Garten in Hangzhou/China
CHINESISCHE AKUPUNKTUR
Neben der Kräutertherapie ist die Akupunktur die zweite große Säule der Chinesischen Medizin, weltweit anerkannt und in den westlichen Gesundheitssystemen etabliert.
 
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat mehr als 40 Krankheitsbilder aufgelistet, bei denen die Akupunktur mit Erfolg eingesetzt werden kann.
 
Es werden etwa 400 Akupunkturpunkte auf zwölf paarig angelegten Hauptmeridiane und acht Extrameridianen beschrieben samt einer großen Anzahl von sogenannten Extrapunkten.
                                                                                                                                                                         
ERNÄHRUNGSEMPFEHLUNGEN
Die Nahrung ist die am weitesten verbreitete Medizin der Menschheit. Bewusst eingesetzte Nahrungsmittel sind ein hervorragendes Mittel, um sich lange bester Gesundheit zu erfreuen.
 
Aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin war eine ausgewogene Ernährung schon immer die Grundlage jeder Therapie und nicht von der Medizin zu trennen.
 
Oftmals sind über Jahre eingeschliffene Ernährungsgewohnheiten die Ursache vieler Erkrankungen. Mit einfachen Ernährungsempfehlungen kann der Teufelskreis durchbrochen und der Krankheitsverlauf oft entscheidend zum Positiven beeinflusst werden.
 
In der Chinesischen Ernährungslehre wird nicht mit Dogmen gearbeitet. Es gibt keine Verbote. Allerdings ist es wichtig zu wissen, welche und wie viele Nahrungsmittel für wen, wie zubereitet und zu welchem Zeitpunkt eingenommen, gut und bekömmlich sind.
 
Grundsätzlich werden Ernährungsempfehlungen individuell in Abhängigkeit vom klinischen Befund, Konstitution und Alter gegeben. Säuglinge und Kleinkinder vertragen im Gegensatz zu Erwachsenen aufgrund ihres noch unreifen Verdauungstraktes Nahrungsmittel nur in angepasster Form.
 
Die Jahreszeit spielt eine herausragende Rolle in der Nahrungsauswahl. Für die Nahrungsauswahl im Hochsommer sollten uns erfrischende Nahrungsmittel, hingegen an eiskalten Wintertagen wärmende Speisen zur Verfügung stehen.
                                                                                                                                                                               Traditioneller Bauernmarkt in Hangzhou/China
SCHRÖPFEN
Die Schröpfmethode ist mehr als 5000 Jahre alt. Sie war und ist heute noch kulturübergreifend eine der am häufigsten angewendeten Heilmethoden.
 
Beim Schröpfen wird die Haut durch ein erzeugtes Vakuum innerhalb des Schröpfkopfes angesaugt und nach oben gezogen. Hierdurch wird die Stoffwechselleistung der Zellen aktiviert, die Mikrozirkulation von Blut und Lymphe angeregt und die darunterliegende Muskulatur stimuliert.
 
Ich verwende ausschließlich Vakuumgefäße aus Glas oder klarsichtigem Plastik. Der Unterdruck wird durch einen Gummiballon oder eine Vakuumpumpe erzeugt und kann somit individuell dosiert werden.
 
Folgende Schröpfmethoden verwende ich in meiner Praxis:       
- Trockenes (unblutiges) Schröpfen
- Bewegendes Schröpfen (Schröpfkopfmassage über eingeölter Haut)
- Kurzzeitschröpfen (wiederholtes sekundenlanges Schröpfen eines Areals oder Akupunkturpunktes).
Die Auswahl der geeigneten Schröpfmethode und der entsprechenden Akupunkturpunkte oder Hautzonen ist individuell und richtet sich nach dem Befund des Patienten.
 
Wirkung der Schröpftherapie:
- Stärkung des Immunsystem
- Hemmung und Linderung von Schmerzen
- Stimulierung erkrankter Innere Organe
- Förderung der Selbstheilungskräfte
 
Beim Schröpfen kommt es vor allem auf die entsprechende Auswahl der Schröpfmethode und die individuell angepasste Dosierung an. Richtig angewendet ist das Schröpfen frei von ungünstigen Nebenwirkungen und somit eine hervorragende Ergänzung zur Akupunktur.
MOXIBUSTION
Die Moxibustion ist eine wohltuende Wärmebehandlung, bei der erhitztes Beifußkraut (Artemisia vulgaris) zur Erwärmung einzelner Körperzonen und ausgesuchten Akupunkturpunkten eingesetzt wird, um stagnierte Energie ins Fließen zu bringen.
 
Um den größt möglichen therapeutischen Effekt zu erzielen benutze ich ausschließlich feinwolliges Moxakraut höchster Qualität aus Japan, sowie rauch- und geruchsarme Moxastäbe.
 
Ich wende in meiner Praxis verschiedene Techniken der Moxibustion an:
 
Aufklebe-Moxa: Ein kleines Stückchen Moxa ist auf einem mit einer klebrigen Unterseite versehenen Plättchen befestigt; das Plättchen wird auf einen Akupunkturpunkt aufgesetzt, das Moxakraut angezündet; eine milde, in keiner Weise unangenehme Hitze entsteht.
 
Tigerwarmer-Moxa: Ein hochwertiges japanisches Räucherstäbchen wird in ein gefedertes Metallgehäuse eingesetzt und angezündet. Die Wärmleitung erfolgt nun durch die aufgesetzte verchromte Messingspitze des Tigerwarmers auf ausgewählten Akupunkturpunkten, Narben oder Reflexzonen. Der Tigerwarmer ist sehr leicht zu handhaben und nach einer praktischen Anleitung vom Patienten selbständig zu Hause anzuwenden. Dies unterstützt den Heilungsprozeß zusätzlich auf eine angenehme Weise.
 
Moxa auf Schutzcreme: Ein aus losem Moxakraut geformter winziger Kegel wird auf eine trennende Lage japanischen Hautschutzcreme aufgesetzt. Ohne mit der Haut in direktem Kontakt zu sein wird der Moxakegel angezündet und die wohltuende Wärme kann sich entfalten.
 
Moxastangen: Aus gepresstem Moxakraut bestehende Moxastangen werden zur intensiven Erwärmung bestimmter Akupunkturpunkte oder Reflexzonen eingesetzt. Selbstverständlich findet die Behandlung ohne Hautkontakt statt.
 
Durch die Moxibustion entstehen gleich mehrere positive Auswirkungen auf den Organismus. Die Gewebsdurchblutung wird verbessert, der Stoffwechsel im Gewebe wird aktiviert, Organfunktionen werden reflexogen angeregt, die Fließeigenschaft des Blutes wird verbessert, die Produktion der roten Blutkörperchen wird angeregt und es entsteht eine beruhigende Wirkung auf den Geist bei Streßerscheinungen.
Qi Gong
Beim medizinischen Qi Gong handelt es sich um eine spezielle Form der chinesischen Übungsdisziplin zur Gesunderhaltung von Körper und Geist, welche zu therapeutischen Zwecken eingesetzt wird.
 
"Qi" entspricht der dynamischen Antriebskraft für alle physiologischen Funktionen und Lebensvorgänge im menschlichen Organismus. "Gong" bezieht sich auf die Übungsmethoden.
 
Je nach Bedarf werden Qi Gong Übungen in das Behandlungskonzept eingebunden. Nach einer praktischen Anleitung zum Selbstüben praktiziert der Patient die Qi Gong Übung selbständig zu Hause mit Hilfe eines Arbeitsblattes.
 
Qi Gong Übungen können im Gehen, Stehen, Sitzen oder Liegen durchgeführt werden. Die jeweilige Übungsform wird entsprechend den individuellen Bedingungen des Patienten (Alter, Konstitution, Schweregrad der Krankheit) angepasst.
 
Qi Gong wirkt auf den Geist beruhigend und auf die Atmung regulierend. Die physiologischen Funktionen des Körpers werden verbessert, die körperliche Konstitution gestärkt und die Abwehrkraft gesteigert.
                                                                                                                                                                  QI GONG Übender, Hangzhou/China
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